Bausätze für Hochbeete gibt es mittlerweile in jedem Baumarkt. Manch einer hat schon von Hügelbeeten gehört oder sogar von Sepp Holzer, der dieses Prinzip im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht hat. Mehr und mehr sickert das Unwohlsein über die industrielle Produktion unserer Lebensmittel ein und zunehmend kommen Konsumenten zu dem Schluß, daß diese besser im ökologischen Landbau produziert werden.

All diese Techniken und spezielles Wissen über Ökosysteme sind unter dem Begriff Permakultur vereinbar, wobei dieser nur ganzheitlich und multidisziplinär verstanden werden kann. Der Mensch steht hier nicht außerhalb, sondern inmitten und als Teil der Natur – als Akteur im Ökosystem.

Möchte man Permakultur als Philosophie verstehen dann geht es dabei immer essentiell um einen ethischen und achtsamen Umgang mit der Natur und den Mitmenschen, um Selbstbegrenzung und gerechte Verteilung. So wird der Ansatz der Permakultur ein multidisziplinäres und integratives Projekt und fließt als solches heute auch vermehrt in Bereiche wie Architektur und Stadtplanung ein und steuert Gedanken zu alternativen Ökonomien bei.

In ihrem Ursprung beschreibt der Begriff Permakultur eine ökologische Designwissenschaft, die auf einem tiefgründigen Verständnis und somit einem nachhaltigem Management von Ökosystemen aufbaut.

„Permakultur ist das bewusste Design sowie die Unterhaltung von landwirtschaftlich produktiven Ökosystemen, die die Diversität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit von natürlichen Ökosystemen besitzen. Die Philosophie hinter Permakultur ist eine Philosophie, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet, eine Philosophie der fortlaufenden und überlegten Observation und nicht der fortlaufenden und gedankenlosen Aktion; sie betrachtet Systeme in all ihren Funktionen, anstatt nur eine Art von Ertrag von ihnen zu verlangen, und sie erlaubt Systemen, ihre eigenen Evolutionen zu demonstrieren.“

ursprüngliche Definition der Permakultur nach Bill Mollison

Die Theorie hinter dem Begriff Permakultur bietet einen tiefen Einblick in die Mechanismen von Ökosystemen. Sie erklärt wie Elemente darin interagieren und so Nährstoff- und Energiekreisläufe bilden.
Gestützt von einer Fülle an Daten zu Nutzpflanzen und deren Funktionen und dem Verständnis wie diese in Interaktion zu bringen sind wird es möglich natürliche Kreisläufe zu nachzuahmen. So gelingt es Mikro-Ökosysteme von höchster Biodiversität und somit hoher Krisensicherheit zu schaffen.  Die vorhandenen Energien werden auf selbsterhaltende Weise bestmöglichst genutzt und reduzieren so den menschlichen Aufwand auf ein Minimum.

Detailliertere Informationen sind für Interessierte leicht im Internet zu finden – ein möglicher Einstieg ist der Wikipedia-Eintrag für Permakultur.